Energiepolitik 2018-03-16T12:10:57+00:00

Energiepolitik

Die Energiewende ist eines der zentralen Vorhaben der Bundespolitik. Mit dem Energiekonzept vom 28. September 2010 und dem Beschluss des Energiepakets im Juni 2011 hat sie eine langfristige, bis zum Jahr 2050 reichende energiepolitische Gesamtstrategie vorgelegt. Ziel ist es, eine zuverlässige, wirtschaftliche und umweltfreundliche Energieversorgung im 21. Jahrhundert sicherzustellen.

Für den Umbau unserer Energieversorgung haben wir uns ehrgeizige Eckpfeiler gesetzt: Der Anteil von Strom aus Wind, Sonne, Biomasse, etc. am Bruttoendenergieverbrauch soll gegenüber dem Referenzjahr 1990 auf 18 Prozent in 2002 und auf 60 Prozent im Jahr 2050 steigen. Der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromversorgung soll bis 2020 mindestens 35 Prozent und im Jahr 2050 80 Prozent betragen. Die Treibhausgasemissionen sollen bis 2020 um 40 Prozent und bis 2050 um mindestens 80 Prozent sinken.

Deutschland hat demnach die Grundentscheidung getroffen, seine Energieversorgung in Zukunft im Wesentlichen aus erneuerbaren Quellen zu decken. Damit sind beträchtliche Herausforderungen und Risiken, aber auch große Chancen verbunden. In den nächsten Jahren und Jahrzehnten gilt es daher, die Energiewende mit Augenmaß zu gestalten und sie nicht zuletzt auch „europafest“ zu machen.

Insbesondere wird es darum gehen, die mitunter in Konflikt stehenden Ziele im Bereich der Energiepolitik in einen Ausgleich zu bringen. So muss gewährleistet werden, dass Energie für Bürger und Unternehmen weiterhin bezahlbar bleibt. Andernfalls wären Energiearmut und Arbeitsplatzverluste die Folge. Gleichzeitig sind Bürger und Unternehmen auf eine zuverlässige Energieversorgung angewiesen. Energie muss jederzeit verfügbar sein. Nicht zuletzt sollte unsere Energieerzeugung auch umweltfreundlich sein.

Wir müssen uns daher weiterhin anstrengen, die Folgen unseres Energieverbrauchs für das Klima und die Gesundheit der Menschen zu reduzieren. Mit meinen Kollegen in der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag setze ich mich für eine ausgewogene Energiepolitik ein, welche die drei Ziele – Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit, Umweltfreundlichkeit – im Blick hat.

Mit der jüngsten Reform des Erneuerbaren Energien Gesetz (EEG), dem Aktionsprogramm „Klimaschutz 2020“ und dem Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE) sind in dieser Legislaturperiode weitere wichtige Rahmenbedingungen geschaffen und neue Impulse gesetzt worden. Das Weißbuch 2015 gibt Antwort auf eine Kernfrage, die in den vergangenen Wochen und Monaten zu entscheiden war: Reicht die Weiterentwicklung des nationalen Strommarktes aus oder brauchen wir einen so genannten Kapazitätsmarkt, um langfristig die Versorgungssicherheit zu gewährleisten? Nach intensiver Diskussion und sorgfältiger Abwägung aller Argumente haben wir uns klar entschieden für einen „Strommarkt 2.0“, abgesichert durch eine Kapazitätsreserve.

Ob Politik, Unternehmen oder Bürger: Um die Klimaziele zu erreichen müssen alle Akteure an einem Strang ziehen und jeder muss einen angemessenen Beitrag leisten: Der Ausbau der regenerativen Energien, die Erweiterung der Stromnetze, die Verringerung des Stromverbrauchs und die energetische Sanierung des Gebäudebestands sind einige der vor uns liegenden Aufgaben, die wir nur gemeinsam lösen können.