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Seif fordert mindestens 300 zusätzliche Polizeibeamte für den Rhein-Erft-Kreis


Der Bundestagsabgeordnete Detlef Seif (CDU) dankt Landrat Michael Kreuzberg, dass er Sachlichkeit in die Diskussion um die Personalstärke der Polizei im Rhein-Erft-Kreis gebracht hat: „Michael Kreuzberg hat die Fakten auf den Tisch gelegt. 681 Polizisten gibt es im Rhein-Erft-Kreis. Das ist zu wenig und geht auf die Substanz der Mitarbeiter. Das Land verletzt seine Fürsorgepflicht als Arbeitgeber.“

Unverständnis zeigt der Christdemokrat für die kleinlichen Berechnungen der sozialdemokratischen Landtagsabgeordneten: „Das ist realitätsfernes Politiktheater. Die Kollegen haben das Kernproblem nicht erkannt. Die Polizei in Nordrhein-Westfalen braucht keine Statistiker, die alles schönrechnen, sondern einfach viel mehr Personal. 300 Beamte mehr, ohne Rechentricks und faule Kompromisse, sind alleine im Rhein-Erft-Kreis nötig.“

Seit einer Woche streitet die Politik im Rhein-Erft-Kreis über die Personalstärke der Polizei vor Ort. „Fakt ist: In NRW fehlen 13.500 Polizisten, um auf den Bundesdurchschnitt zu kommen. Vor diesem Hintergrund ist die Frage, ob 10, 20 oder 40 Polizisten fehlen, völlig egal“, so Seif.

„Wichtig ist, dass die Polizei Einbrecherbanden, Drogendealern und gefährlichen Kriminellen das Handwerk legen kann“, fordert Seif. Statt sich also im Klein-Klein zu verlieren, sollten alle Verantwortlichen im Land an einem Strang ziehen.

Seif untermauert seine Forderung nach mehr Polizisten: Im Bundesschnitt gibt es in Deutschland 304 Polizisten pro 100.000 Einwohner. „Würde man diesen Durchschnitt zu Grunde legen, müssten im Rhein-Erft-Kreis 1.400 Personen bei der Polizei im Einsatz sein. Legt man den sehr niedrigen NRW-Durchschnitt von 228 Polizisten zu Grunde, müssten im Rhein-Erft-Kreis rund 1.050 Polizisten Dienst erfüllen. Es sind aber nur 681 Stellen besetzt“, rechnet der Abgeordnete vor und schlussfolgert: „Wir brauchen also einen großen Wurf und keinen sinnlosen Streit um ein paar wenige Stellen.“

Februar 2017


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