Insolvente Eifelhöhen-Klinik: Seif ruft zur Besonnenheit auf

In der öffentlichen Debatte um die Zukunft der Eifelhöhen-Klinik in Marmagen mahnt der CDU-Bundestagsabgeordnete Detlef Seif zur Besonnenheit: „Der Erhalt der Klinik hat oberste Priorität. Mit öffentlichen Anschuldigungen und der Suche nach Verantwortlichen sorgt man zwar für Schlagzeilen, aber nicht für konstruktive Lösungen.“

Seif ist mit vielen Beteiligten im Gespräch und hat Informationen eingeholt: „Mein Eindruck ist, dass die Belegschaft und die Verantwortlichen vor Ort für Veränderungen bereit sind und die Eifelhöhen-Klinik wieder zu einer Vorzeigeeinrichtung machen wollen.“ Der vorläufige Insolvenzverwalter habe große Erfahrung und müsse nun ungestört seine Arbeit machen können. „Hierzu braucht es keine klugen Ratschläge von außen. Die Zuständigkeiten und Kompetenzen sind klar verteilt. Es wäre verheerend, wenn durch unüberlegte Äußerungen Lösungsansätze verhindert und Investoren abgeschreckt werden“, so Seif.

Die Bezirksregierung Köln hatte in Abstimmung dem nordrhein-westfälischen Landesgesundheitsministerium am 31.10.2019 einen Patientenaufnahme-Stopp verfügt und kurze Zeit später den Stopp des Patientenbetriebs angeordnet. Seif hat sich nun an den zuständigen Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann gewandt. In seinem Brief bezeichnet er die vorläufige Schließung als „folgerichtig“ für Patienten und Angestellte. Er bittet den Minister sein Möglichstes zu unternehmen, die Klinik zu erhalten. Hierfür sei es entscheidend, „dass die Aufsichtsbehörden neuen Strukturen, Konzepten und ggf. auch Investoren offen gegenüberstehen“. So könne der Prozess zum Erhalt und zur Sanierung positiv und unterstützend begleitet werden.

Seif ist sich sicher: „Marmagen ist ein idealer Ort zur Erholung und Rehabilitation. Deshalb sollten nun alle an einem Strang ziehen und die positive Entwicklung fördern. Der Standort ist für Arbeitnehmer und die lokale Wirtschaft von großer Bedeutung.“
Eingestellt am 06.11.2019.
2019-11-06T14:47:32+00:00