Handfehlbildungen: Ministerien prüfen bessere Registrierung

Die Forderung des CDU-Bundestagsabgeordneten Detlef Seif zur Einführung eines Frühwarnsystems und zur besseren Datenerfassung von Handfehlbildungen bei Neugeborenen wird von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn positiv aufgenommen. In den nächsten Wochen werde sein Ministerium und das Landesministerium für Arbeit und Gesundheit und Soziales in NRW (MAGS) in Fachgesprächen mit Sachverständigen über neue Erfassungssysteme beraten, schreibt Spahn in einer Antwort an Seif.

Das MAGS hatte in einer ersten Analyse keine augenscheinliche Erhöhung der Fehlbildungen feststellen können. Die Ergebnisse einer wissenschaftlich fundierten Untersuchung durch das Landeszentrum Gesundheit stehen aber noch aus.

Nachdem Mitte September mehrere Fälle von Handfehlbildungen bei Neugeborenen in Gelsenkirchen öffentlich wurden, hatte Seif am 16. September 2019 das Bundes- und Landesgesundheitsministerium über ihm bekannte Fälle im Kreis Euskirchen informiert. Er forderte neben der Erforschung der Ursachen insbesondere eine verbesserte Registrierung.

Spahn begrüßt nun Seifs Engagement bei dem Thema und bestärkt ihn, den „Prozess zur Aufklärung weiterhin aktiv zu unterstützen“. Seif: „Die genaue Untersuchung der Fälle und das Erstellen eines Frühwarnsystems sind der richtige Weg zur Aufklärung. Behinderungen gehören zum Leben. Es ist aber wichtig, dass vermeidbare Umwelteinflüsse als Ursache ausgeschlossen werden können.“

Eingestellt am 25.10.2019.
2019-10-25T13:30:08+00:00