Büttenrede wird absichtlich missverstanden

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Detlef Seif versteht die Aufregung über eine Büttenrede der CDU-Parteivorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer am vergangenen Donnerstag beim Stockacher Narrengericht nicht. Mit keinem Wort, habe die CDU-Parteivorsitzende sexuelle Minderheiten kritisiert, sondern lediglich Witze über Männer und Männlichkeit gemacht.

Seif: „Frau Kramp-Karrenbauers machte in ihrer Verteidigungsrede vor dem Stockacher Narrengericht keine Witze über sexuelle Minderheiten. Es werden politische Kollegen, das ausschließlich männlich besetzte Narrengericht und die Berliner Latte Macchiato-Fraktion humoristisch durch den Kakao gezogen. Wegen der Unzulänglichkeiten der Männer müsse ‚Frau‘ heute alles selber machen.“

Wortwörtlich sagte Kramp-Karrenbauer: „Wer war denn vor Euch vor kurzem mal in Berlin? Da seht Ihr doch die Latte-Macchiato-Fraktion, die die Toilette für das dritte Geschlecht einführt. Das ist für die Männer, die nicht wissen ob sie noch stehen dürfen beim Pinkeln oder schon sitzen müssen. Dafür – dazwischen – ist diese Toilette.“

Nach Lachern des Publikums fügt AKK einen weiten allgemeinen Vergleich zum männlichen Geschlecht an: „Jeden Tag davon träumen, die Weltherrschaft zu übernehmen, aber sich bei jedem Schnupfen mit Wick-Medi-Night zum Sterben ins Bett legen.“

Seif: „Natürlich werden in der Büttenrede Klischees bedient. Diese sind aber gegen Männer im Allgemeinen bzw. Kollegen aus der Politik gerichtet. Die 26-minütige Rede muss man im Zusammenhang hören und interpretieren. Der Vorwurf, Kramp-Karrenbauer diskriminiere in der Rede Transsexuelle oder Intersexuelle, entbehrt jeder Grundlage.“

Die komplette Rede von Annegret Kramp-Karrenbauer finden Sie hier (kritisierte Passage ab 19:30 Min, ca. 1 Minute):

Eingestellt am 05.03.2019.
2019-03-05T15:47:48+00:00