Beim THW Euskirchen gibt es bald Bufdi-Stellen

Im kommenden Jahr plant das THW in Euskirchen drei Stellen für Männer und Frauen zu schaffen, die den Bundesfreiwilligendienst ableisten möchten. Der Zugführer des THW-Ortsverbandes Euskirchen Burkhard Aehlich, der Landesbeauftragte für Nordrhein-Westfalen Dr. Hans-Ingo Schliwienski und der Leiter der Regionalstelle Aachen Wolfgang Friebe stellten dem CDU-Bundestagsabgeordneten Detlef Seif nun das Konzept in der THW-Liegenschaft an der Otto-Lilienthal-Straße vor und berichteten ihm über den Stand der Vorbereitungen. In den vergangenen Jahren hatte sich Seif für den Bundesfreiwilligendienst stark gemacht.

Seit 2011 hat sich der Bundesfreiwilligendienst zu einem attraktiven Angebot für Institutionen, Vereine und soziale, kulturelle und ökologische Einrichtungen etabliert. Im Jahresschnitt sind um die 40.000 Stellen bundesweit besetzt. Im Kreis Euskirchen sind es aktuell 83 Frauen und Männer, die an ihren Einsatzstellen wichtige Arbeit für die Gesellschaft verrichten. Hinzu kommen bald drei neue Stellen beim THW in Euskirchen.

Der Zugführer des Ortsverbandes Burkhard Aehlich, sieht große Chancen beim Einsatz von Bundesfreiwilligen: „Wir bieten ideale Arbeitsbedingungen in unserer Liegenschaft. Mit Bufdis können wir eine Lücke zwischen Hauptamt und Ehrenamt schließen. In der Verwaltung, bei der Logistik, im Veranstaltungsmanagement oder bei der Öffentlichkeitsarbeit können Bufdis die Ehrenamtler entlasten und die Präsenz des THW erhöhen.“

So sieht es auch der Landesbeauftragte: „Wir schaffen so auch eine Grundlage für die Bundesfreiwilligen, unsere Arbeit kennenzulernen und neue Kräfte zu motivieren. Viele engagieren sich auch ehrenamtlich während ihres Dienstes beim THW und bleiben auch danach dabei.“

Ganz praktisch konnte auch ein Bundesfreiwilliger beim THW in Aachen von seinen Erfahrungen berichten. Paul Hüppe nutzt das Jahr zur beruflichen Orientierung. Er helfe bei THW-Prüfungen, in der Organisation und leiste logistische Unterstützung. Corona-bedingt sei das THW sehr eingespannt. Er berichtete von einem guten und kameradschaftlichen Arbeitsklima. Für seinen Vollzeitdienst (39,5-Stunden-Woche) erhält er ein Taschengeld und ist sozialversichert. Das THW zahlt für ihn Beiträge für Renten-, Unfall-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung. Sein Vertrag läuft über 12 Monate und kann um sechs Monate verlängert werden.

Der Leiter der Regionalstelle Aachen Wolfgang Friebe, erläuterte, wie sich der Regionalbereich Aachen (Städteregion Aachen, Kreis Düren, Kreis Euskirchen) auf neue Bufdis einstellt. „Wir müssen die IT ausbauen und Personal für die Führung der Bundesfreiwilligen aufbauen“, so Friebe. Langfristig plane man mit 20 Bundesfreiwilligen in allen 12 Regionalstellen in NRW.

Seif versprach sich für die Finanzierung des Bundesfreiwilligendienstes einzusetzen. In den vergangen Jahren hatte die zuständige Bundesfamilienministerin Giffey wiederholt rund 50 Millionen Euro zu wenig in den ersten Haushaltsentwurf eingesetzt, was den Dienst gefährdet hätte. Mit anderen Bundestagsabgeordneten setzte sich Detlef Seif dann mit Nachdruck für die Sicherstellung der Finanzierung ein. Für die nächsten Haushaltsplanberatungen im September hat Seif die Ministerin bereits jetzt aufgefordert, für auskömmliche Mittel zu sorgen.

Seif: „Organisationen, wie das THW, brauchen Planungssicherheit. Die sollen nicht jedes Jahr um die Weiterführung kämpfen müssen. Haushaltsplanberatungen ziehen sich über Monate. Die Zeit und Nerven können sich alle sparen.“

Eingestellt am 11. August 2020.
2020-08-11T08:59:55+00:00